Magenta

shots on 135 film, 2013
pigmented inkjet prints 120 cm x 80 cm

>>> exhibition in Galerie Pankow 2016

Die "Magenta" Bilder entstanden beiläufig durch die Verwendung von überlagertem Filmmaterial und zeigen Eigenschaften, die seit mehreren Jahrzehnten mit der Wahrnehmung von Vergangenheit in Verbindung gebracht werden: die zeitgebundene physische Veränderung des körperhaften Fotobildes und deren Symbolhaftigkeit als Geschichtssuggestion.
Die kollektive Vorstellung von Geschichte ist an den chemische Zerfall der Basis der visuellen Erinnerung gebunden. Letzterer wird deshalb ganz selbstverständlich zur Darstellung von Historizität in Massenmedien elektronisch simuliert und in diesem Sinne angenommen. So ist es für Nachgeborene kaum vorstellbar, dass die knallbunten 80er Jahre nicht in braunvioletten Tönen daherkamen: Bild = Realität.
Interessant ist die Aussicht, wie sich dieser Prozess in der Zukunft gestaltet, wenn die Informationsträger neuartiger Auflösung unterliegen.
Die "Magenta" Bilder tragen die Anzeichen der Vergänglichkeit schon in sich und werden ihre eigene Paralyse länger aushalten als Fotografien, die auf natürliche Farbigkeit hin verarbeitet wurden. Die meisten Instagramfotografien überdauern vermutlich nicht die Geräte, auf denen sie gespeichert sind.

>>> magenta pics 2011-2012